Projekt Ruanda


Sechs Jahre vor dem ruandischen Bürgerkrieg/Genozid von 1994 gründete der Schweizer Othmar Würth (Brüder der Christlichen Schulen, auch La Salle-Brüder genannt) in der südlich gelegenen Stadt Butare-Huye das Strassenkinderzentrum „Centre Intiganda“. Unser Zentrum bietet Strassenkindern Sicherheit, Begleitung und Unterstützung auf dem Weg in ein würdiges und selbstbestimmtes Leben. Drei Schwerpunkte prägen unsere Arbeit:

 

  • Aufnahme: Das Zentrum steht den Strassenkindern rund um die Uhr als Refugium offen. Unsere Sozialarbeiter suchen aktiv den Kontakt und das Vertrauen der Kinder und Jugendlichen auf der Strasse.

 

  • Resozialisierung: Strassenkinder sind körperlich und seelisch vom Überlebenskampf gezeichnet. Im Centre Intiganda finden sie menschliche Wärme und qualifizierte Begleitung auf ihrem Weg in ein gesundes Kindsein: Geborgen, angstfrei, an Leib und Seele unterstützt und gefördert.

 

  • Wiedereingliederung: Zeigen die Kinder ein natürliches Sozialverhalten, versuchen wir - wenn immer möglich - sie wieder in ihre Familien zu integrieren. Wo das nicht machbar ist, vertrauen wir sie sorgfältig ausgewählten Pflegefamilien an. Sie wachsen so in gesunden afrikanischen Sozialstrukturen auf. Wir unterstützen und begleiten die Familien und halten den Kontakt zu den Schulen. Das Zentrum bleibt für Kinder, Familien und Pflegefamilien ein wichtiger Bezugspunkt. Nach dem Schulabschluss erlernen die Jugendlichen – von uns weiterhin begleitet – einen praktischen Beruf. Mit etwa 20 nehmen sie ihr Leben als vollwertige und selbständige Mitglieder der Gesellschaft selbst in die Hand.

 

Das Centre Intiganda ist in die katholische Kirche eingebettet. Es arbeitet überkonfessionell und wird pädagogisch und administrativ von den Frères des Ecoles Chrétiennes FEC unterstützt. Die FEC engagieren sich weltweit für Kinder, Schulen und Ausbildung. Unsere 11 Mitarbeitenden sind alle fachlich und menschlich qualifizierte Ruanderinnen und Ruander.